Der Karabach-Krieg und das Ende der Illusionen

Der am 27. September von Aserbaidschan zur Eroberung Berg-Karabachs eröffnete Krieg wurde nach 44 Tagen schwerer Kämpfe – zumindest vorläufig – durch das Abkommen vom 9. November beendet. Die russische Regierung hatte frühzeitig versucht, eine Feuerpause zu vermitteln: Am 9. Oktober wurde in Moskau nach elf Stunden Verhandlungen eine „humanitäre Feuerpause“ vereinbart, die jedoch nicht eingehalten wurde. Die aserbaidschanische Armee setzte ihre Offensive unbeirrt fort und es wurde immer deutlicher, dass die Armenier sie nicht aufhalten konnten. Ihre Geschützstellungen, Panzer und Luftabwehreinheiten wurden von der aserbaidschanischen Armee durch den Einsatz von Drohnen ausgeschaltet. Die Zivilbevölkerung in Stepanakert, der Hauptstadt Berg-Karabachs, … Weiterlesen …

Stepan Schaumjan

Über die sowjetische Nationalitätenpolitik und Berg-Karabach

Am 27. September startete Aserbaidschan mit Unterstützung der Türkei eine große Militäroffensive gegen die Republik Arzach (Berg-Karabach). Daran beteiligen sind auch islamistische Söldner, die von der Türkei aus Syrien und Libyen nach Aserbaidschan gebracht wurden. Mit dem Bruch des Waffenstillstandsabkommens vom 12. Mai 1994 hat die aserbaidschanische Regierung – wie sie immer wieder angedroht hat – den „eingefrorenen Krieg“ wieder aufgetaut und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Interesse an dem Konflikt im Südkaukasus war nie groß, solange dort kein „heißer Krieg“ stattfand. Ohnehin ist in Europa die Vorstellung weit verbreitet, wonach die unzähligen Völker im wilden Kaukasus sich doch schon … Weiterlesen …

Gandzasar

Der eingefrorene armenische Sieg in Berg-Karabach wird aufgetaut

Nun zeichnet sich immer deutlicher ab, wie eine „Lösung“ des Konflikts in Berg-Karabach aussehen soll. Kurz bevor die Präsidenten Frankreichs, Russlands und der USA auf dem G-8 Gipfel im italienischen L’Aquila eine Erklärung zur Lösung des Karabach-Konflikts abgaben, erklärte Aliyev, dass eine grundsätzliche Einigung über eine Lösung des Konflikst erzielt worden sei. Demnach sollten nach dem Abzug der Armenier aus 5 der 7 Bezirke, die um Berg-Karabach liegen, auch die zwei übrigen Bezirke, die Berg-Karabach mit der Republik Armenien verbinden, an Aserbaidschan abgetreten. „Nachdem die aserbaidschanischen Flüchtlinge nach Berg-Karabach und Shusha zurückgekehrt sind, wird natürlich über den zukünftigen Status diskutiert werden“, so Aliyev. „Natürlich soll Berg-Karabach einen bestimmten Status erhalten. Wir sehen das ein. Aber wir sehen dies nicht außerhalb des souveränen aserbaidschanischen Staates. Ich denke, der Verhandlungsprozess könnte nach der Befreiung der besetzten Gebiete konstruktiver sein“, fügte Aliyev hinzu. (1)

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